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26. September
So
Nach diesem etwas kuriosen Sonntag...zugegeben, etwas
sehr kuriosen Sonntag...folgen vermutlich noch kuriosere 24
Stunden. Noch kurioser?...natuerlich ahnen wir auch diesmal nicht
das geringste, am jenem Morgen des 26. September..was denn
Mozambique uns noch so alles beschert.
Noch etwas perplex von der langen Nacht und gedanklich
ueberwaeltigt von den ersten Eindruecken des neuen Landes wachen
wir fruehzeitig voller Tatendrang auf und lassen uns von der
netten Backpacker-Frau ein ordentliches Fruehstueck servieren,
fuer guenstiges Geld. Vorher realisieren wir, dass wir jeweils ein
bis drei mal gestochen wurden, trotz groesster Vorsicht.
Malaria???...wir hoffen, dass es keine infizierten Muecken waren,
immerhin sind wir nahe am Meer und da ist die Ansteckgefahr recht
gering. Waehrend der Nachbar mit langen Stangen die Kokosnuesse
seiner riesigen Hof-Palme runterfischt (damit Sie keinen Gast
erschlagen) fuellen wir unsere Energiereserven mit Pfannkuchen,
Schinken und Ei. Ein Bilderbuch-Sonnentag hat gerade erst begonnen
und wir fragen ob, wir Flyer aufhaengen duerfen fuer das
Postkarten-Projekt. Die nette Frau hat nichts dagegen. Sie wohnt
mit Ihrer kleien Tochter und einem suessen Hund oberhalb des
Backpacker. Wir nehmen Adresse auf uns planen, ihr ein Paeckchen
zu schicken.
Waehrend wir auf Eric (Americ ;) warten, weil er warum weiss
keiner...mal wieder laenger braucht...gehen Manu und ich noch kurz
die 40m zum Strand und knipsen kurz noch Fotos.
Wir hoeren im Hof des Backpacker, in dem wir uebrigens als
einzige Gaeste (off-season) uebernachteten, gute Musik von Dan (u.a.
"coca cola in your venes")..und brechen ohne Plan und ohne
Stadtplan auf...nach Himmelsrichtung. Die Kueste Entlang ist
sicher der beste Weg. Gesagt getan - doch nach weniger als 15
Minuten fahrt auf immer enger werdenden Strassen wird die
schmale geteerte Strasse ploetzlich teerlos und komplett sandig!
Mit unserem Allrad kommen wir doch locker durch denken wir und
von der neuen Himmelsrichtung her muesste es doch auch auf die
Hauptstrasse gehen.
Die Anfangs noch ebene sandige Strasse wird zunehmens huegeliger
und entpuppt sich als die heftigste sandige Wellenbahn auf der
ein Auto ueberhaupt fahren kann mit einer Anreihung aus
Anstiegen und Abstiegen im Abstand von nur wenigen Metern und
einem Unterschied zwischen oben und unten bei den Huegeln von
mehr als eineinhalb Metern. Autos die aus der Ferne auf uns
zufahren verschinden teilweise voellig ehe Sie wieder auftauchen,
aufgrund der ueberdimensionalen Wellen auf der Fahrban!!!
Doch nichts kann uns aufhalten auf unserem Ziel die schoensten
Straende Mozambique's zu erreichen. Wir freuen uns dass wir
endlich mal richtig Offroad fahren koennen und heizen ueber die
Huegel mit unserem Karren. Als weit und breit, jedoch keine
Besserung in Sicht ist beschliessen wir umzudrehen und verlieren
mit der ganzen Aktion ca. eine Stunde an Zeit. Fast wieder am
Backpacker angekommen realisieren wir, dass es in Mitten dieser
aermsten Gegend ein neues kleines Einkaufszentrum gibt, behuetet
mit Maschinengewehr bewaffneten Offizieren und umzaeunt mit 3m
hohen Stacheldrahtzaeunen. Wir kaufen weitere Anti-Muecken-Mittel
(Spray und Schmiere fuer die Haut) und wundern uns ueber die
Kuriositaet eines Einkaufszentrums in Mitten einer Armen gegend,
welches so bewacht werden muss.
Wir sind froh, dass wir nun unterwegs sind Richtung
Highway...und muessen nur noch durch die Stadt. Wir fragen
mehrfach nach dem Weg. Ich fotografiere, Dan hoert Musik, Eric
guckt ;) und Manu faehrt....er faehrt und zwar entgegen der
Einbahnstrasse. Ohne zu wissen was wir getan haben, werden wir
nur 30m spaeter von der Polizei angehalten (uebrigens der zweite
Tag in Mozambique und der zweite Kontakt mit der Polizei).
"This is 100.000 Meticals" Waehrend Manu noch raetselt was
ueberhaupt er gemacht hat und wie das passieren konnte, knipse
ich heimlich vom Ruecksitz aus ein Foto des Polizeimanns...dummerweise
guckt er gerade her, und sieht den Foto. "I deleted it". Er war
stinkesauer, glaubte mir aber, dass ich das Foto geloescht habe
und war kurz davor seine Strafe nochmals zu erhoehen. Wir
muessten nun zur Polizeistation fahren und dort bezahlen.
Auf unsere Geheimsprache (Deutsch fuer Anfaenger) diskutieren
wir (damit uns der Polizeimann nicht versteht)
Dan: "Solle wir bezahlen Strafe mit Rand jetzt?"...
Axel: "bezahlen wir"
Eric: "wieviele Rand Geld wir haben wir?"
Dan: "ich bezitzen noch viele"
Manu 2 Policeman: "Can we pay here?"
Policeman: "Of course you can pay cash"
wir bezahlen 250 Rand, fragen Ihn hoeflich noch wo es denn hier
aus dieser Grossstadt weiter Richtung Norden geht. Gegen 11 Uhr
schaffen befahren wir die einzige wirklich befahrbare
Hauptstrasse, welche sich ueber Tausende Kilometer durch die
Kuestenregionen durch das Land schlaengelt. Tatsaechlich...Erleichterung
macht sich breit...Ein Wegweiser!!! richtung Norden und die
Gebaeude der Grossstadt werden schlagartig weniger, wir sind aus
Maputo herausen und sind sichtlich erleichtert.
Das naechste und unserer Meinung nach noerdlichste Ziel, welches
wir auf unserer Reise noch erreichen koennen ist Xai-Xai (spirch:
SCHAI-SCHAI).
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Eine sehr gerade Hauptstrasse, sehr breit, natuerlich ohne
Strassenbegrenzung und ohne Mittelstreifen, dafuer mit umsomehr
Schlagloechern ist unser Weg nach Norden...Stunden lang fahren
wir gemaess unserer Karte die wir vom Backpacker bekommen haben
weiter nach Norden. Auf der Karte sind bis Xai-Xai ca. 4 Stunden
noerdlich von Maputo gerade mal 2 Orte eingezeichnet.
Nicht genau wissend, wo wir nun genau sind auf dem Weg zu
unserer neuen Unterkunft sollen wir einen Ort umfahren, der auf
unserer Karte nicht eingezeichnet ist...auf einer weiteren
Sandstrasse (diesmal flach).
Das Land welches wir gerade durchqueren mit unserem Auto und
unserer Musik beeindruckt durch seine typisch Afrikanische
Umgebung am Strassenrand. Urwald, kleine Haeuslein aus Stroh und
anderen Naturmaterialien und im Gegensatz zu Suedafrika deutlich
weniger zivilisiert. Die Leute am Strassenrand lassen schauen
meist skeptisch oder staunend auf unser Auto.
Am spaeten Nachmittag erreichen wir Xai-Xai und wundern uns, wie
weit es doch noch war bis wir letztendlich an diesem Ort
angekommen sind...auf einem Flyer den wir vom Maputobackpacker
erhalten haben, ist eine Unterkunft in Xai-Xai eingezeichnet. Es
sind wieder viele Einheimische unterwegs. Das Starren dieser
Leute macht uns etwas misstrauisch. Nachdem wir die erste
Unterkunft auf stelzen direkt am Strand als nicht wirklich
sicher einschaetzen, stehen wir vor der Wahl, weiter zu fahren
in einen weiteren Ort? Der jedoch auf unserer Karte nicht
eingezeichnet ist, oder an diesem nicht wirlich sicheren Ort zu
bleiben und das Auto im Freien abzustellen, oder noch etwas
weiterzufahren, gem. unserer Wegbeschreibung sind wir eigentlich
schon am richtigen Ort. Wir versuchen dennoch auf der
Sandstrasse noch ein Stueckchen weiterzufahren, evtl. war die
Zeichnung auf dem Flyer ja nicht Massstabsgetreu.
...Glueck gehabt...und zwar richtig viel Glueck!...Eine
Paradiesische Unterkunft erscheint vor uns mit einem
Hauptgebaeude und ca. 15 Hauserlein auf Stelzen mitten im
Urwaldhang mit direktem Blick auf den Strand und das endlos
weite Meer. Die Entscheidung hier zu bleiben faellt sichtlich
leicht und wir sind gluecklich, obwohl es kein Palmenstrand ist,
hier zu bleiben und planen noch mindestens eine weitere Nacht
hier zu bleiben.
Wir checken vorerst jedoch nur fuer eine Nacht ein, und bekommen
die Huette, welche am weitesten Weg ist vom Hauptgebaeude,
obwohl direkt neben dem Hauptgebaeude auch noch Haeuserlein frei
waren.
Wir schliessen unser Gepaeck in unserer wundervollen Huette mit
Terasse, eigenem Bad, vier Schlafgelegenheiten und Blick auf den
hoffentlich kommenden fantastischen Sonnenaufgang, welchen wir
auf keinen Fall verpassen wollen.
Im bis aufs letzte Detail im afrikanischen Stil liebevoll
eingerichteten Hauptgebaeude essen wir zu Abend und lassen die
ereignisreichen letzten 30 Stunden Mozambique noch auf uns
wirken und planen ein wenig die naechsten Tage. Wir entscheiden
am naechsten Tag evtl. Quadbikes am Strand zu fahren und einen
relaxten Tag in der schoenen Unterkunft zu machen. Auf der risen
Terasse mit dem Blick ueber den ganzern Ozean geniessen wir den
Sonnenuntergang und machen ein paar Fotos, als Erinnerung an
eine der bestgelegenen Unterkuenfte die wir jemals besucht haben!
Wir ordern typisches Mozambique-Bier Manica (bekommen aber das
falsche Bier)...Ordern natuerlich noch ein weiteres. Diesmal das
richtige.
Bestellen 4 Suppen und bekommen nur 2 ??
Trotz 2er bestellter Lasagne kommt nach 25 Minuten warten nur
ein ...."sorry...I'm really sorry and it is hard for me to
say...but...sorry guys...there is no more lasagne left"....und
er stellt uns eine Lasagne hin!?...seltsam, oder? haette man das
nicht beim warmmachen der ersten Lasagne feststellen muessen,
dass das nur eine Lasagne ist, und dann die Gaeste informieren
koennen, damit Sie noch etwas anderes bestellen?...
Wir
spielen in dem Hauptgebaeude neben dem Restaurant direkt an der
Bar mit Blick ueber die riesen Terasse noch Billiard...Nach
einigen Spielen machen sich Manu und die beiden Schweden-Freunde
auf in die Huette. Ich bleibe noch wach und spiele mit den
Besitzern noch ein paar Runden Billard.
"We are running the best business in the world" teilen Sie mir
mit und sind sichtlich gut gelaunt. Gegen 0:45 Uhr mach auch ich
mich auf den Weg ins Bett
September Mo
Die
kuriosen 24 Stunden seit Maputo sind noch nicht vorbei...tief
und fest schlafen wir, doch was ist das....
es
klopft furchtbar Laut an unserer Tuere. Es ist stockfinster!
Erneut 'POCK POCK POCKK!!! ....Axxellll???!!! "
Axel: JAA??? what's wrong?
There' s something wrong with your car???
Get
out of Here!!!! The whole Entire COMPLEXX is buRRNINGG DOOOWNN!!!!!!
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